Naturheilkunde

Im Folgenden werden einige naturheilkundliche Ansätze etwas näher erläutert:

Fußreflexzonenmassage

… hat ihre Wurzeln sowohl in der asiatischen Medizin als auch in Überlieferungen europäischer Heilkundiger. Die Fußreflexzonenmassage macht es möglich, verspannte und schmerzhafte Körperareale reflektorisch über die Füße zu erreichen ohne direkt im „Schmerzgebiet“ arbeiten zu müssen.

Die Bandbreite dieser Massage reicht vom entspannenden Wellnesseffekt bis hin zu therapeutischen Indikationen, u.a. akuten oder chronischen Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen, Beschwerden im weiblichen Zyklus, dem Abbau von Stress und seinen Folgen …

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist wohl so alt, wie die Menschheit selbst und nach einer 100-jährigen Pause werden sie heute bei unterschiedlichsten Indikationen wieder eingesetzt.

Die Wirkstoffgruppe im Speichel des Egels hat folgende Eigenschaften:

  • gerinnungshemmend
  • lymphstrombeschleunigend
  • antithrombotisch
  • immunisierend

Setzt man die Blutegel auf Akupunkturpunkten an, ist es möglich die therapeutische Wirksamkeit noch zu erhöhen.

Einige Indikationen für eine Blutegelbehandlung sind z.B.:

  • Krampfadern
  • Hämmorhoiden
  • Arthritis
  • Tinnitus
  • Depressionen
  • Rheuma
  • Nebenhöhlenentzümdungen
  • Thrombosen
  • Furunkel
  • Bluthochdruck
  • u.a.

Pflanzenheilkunde

Die Natur stellt uns einen reichhaltigen Schatz an Heilmitteln, in Form von Pflanzen, zur Verfügung. In der Pflanzenheilkunde fließt das Wissen alter Heilkundiger, die schon vor vielen hundert Jahren um die Heilkräfte von Pflanzen wussten, mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft zusammen, die heute mittels Laboruntersuchungen die Wirkung einzelner Wirkstoffe der Pflanzen nachweist und für pharmakologische Zwecke isoliert, um diese dann in Form von Arzneipräparaten auf den Markt zu bringen.

Diese Herangehensweise vernachlässigt allerdings das Zusammenspiel aller Bestandteile einer Pflanze. Oft gewährleisten die sog. sekundären Wirkstoffe z.B. erst die Aufnahme der primären Wirkstoffe und auch heute kennt und versteht man die komplexen Wechselwirkungen innerhalb der Wirkstoffe einer Pflanze noch bei Weitem nicht vollständig.

In der ganzheitlichen Phytotherapie spielen bei der Auswahl und Zusammenstellung der Heilpflanzen viele Faktoren eine wichtige Rolle. So u.a. die Signatur der Pflanze, die Grundkonstitution des Patienten, die akuten Beschwerden, das Ernährungsverhalten und die Verdauung. Heilpflanzen können entweder als Presssaft, als Tee, als Tinktur oder auch als Umschlag angewendet werden und bieten sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen, aber auch im präventiven Bereich, große Hilfe.

Schröpfen

… ist eine althergebrachte Behandlungsmethode, die auch heute noch in vielen Kulturen wie Indien, China und den südeuropäischen Ländern Anwendung findet. Durch das Schröpfen wird die Stoffwechselleistung der Zelle aktiviert, die Durchblutung gefördert und der Lymphfluss aktiviert.

Durch die Saugwirkung werden Gewebe, Muskeln, Sehnen und Bänder bis in die tieferen Schichten massiert, so das auch alte Prozesse im Gewebe wieder in Bewegung geraten und sich lösen können.

Cellulite läßt sich ebenfalls positiv durch das Schröpfen beeinflussen. Auch Organe können durch das Schröpfen stimmuliert werden. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden angeregt und somit kommen Entgiftungsprozesse in Gang.

Indikationen:
Beschwerden im Rückenbereich wie HWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie, Myogelosen, Anregung der Haut und innerer Organe, sowie des gesamten Stoffwechsel, Muskelverspannungen, Gelenkbeschwerden, Rehabilitation nach Traumata, Cellulitebehandlung.